WSG Frühjahrs-SUP im Januar am Heidesee am 21.01.2018

21Januar

„… und das nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter wenn es schneit.“

Nun, geschneit hat es gerade nicht; Winter war es aber auf jeden Fall, als wir uns am Sonntag, den 21. Januar des zu diesem Zeitpunkt erst leicht „gebrauchten“ neuen Jahres 2018 zu Viert mit unseren Boards und Stechpaddeln am Seegelände trafen, um einige Runden auf dem Wasser zu drehen. Unter anderem davon getrieben, dass neues SUP-Equipment unter dem gerade abgeschmückten Weihnachtsbaum lag aber auch davon, die Herausforderung der vorherrschenden Bedingungen zu meistern, starteten wir mit dem sonst eher ungeliebten, bei Niedrigtemperaturen jedoch willkommenen „Aufwärmprogramm“ an der SUP-Pumpe. Nachdem wir unseren Boards den nötigen Auftrieb und die erforderliche Stabilität verschafft hatten, ging es ohne große Verzögerung aufs Wasser. Bei der Wahl der zu den Temperaturen passenden Funktionsbekleidung trafen Welten aufeinander die vom Taucherneopren mit Füßlingen und Schuhen bis zu Shorts, nackten Füßen und Hoodie reichten - jeder so, wie er mochte.

Von Eistauchern und Ganzjahresschwimmern abgesehen, verbindet man Winter- und Wassersport nicht unbedingt miteinander, zumindest insofern, als dass das Wasser sich nicht in seinem festen Aggregatzustand (Schnee / Eis) befindet. Aber genau in diesem Gegensatz lag für uns die Faszination bzw. der Reiz begründet aufs Wasser zu gehen und unsere Komfortzonen zu verlassen.

Der See selbst und die umliegenden Uferzonen strahlten eine vollkommene Ruhe aus und die ohne weiteres zunächst vorhandene Anspannung, heute mit dem nassen Element nicht mehr als unbedingt nötig in Kontakt zu treten, wich, so dass wir uns schnell im Entspannungsmodus auf unseren Boards befanden. Als dann erfreulicherweise noch der Himmel aufklarte und die Wintersonne durchstieß, kamen sogar Urlaubsgefühle auf.

Warmgehalten von frequenten Paddelschlägen zogen wir in rd. 1,5 Stunden unsere Bahnen, verzichteten jedoch dabei ganz bewusst auf gewisse Freestyle-Elemente, die uns im vergangenen Sommer willkommene Abkühlungen im Wasser bescherten.

Als wir das „sichere Ufer“ wieder erreicht hatten, war jeder Teilnehmer froh darüber sich überwunden zu haben und vielleicht auch ein kleines Stück über sich hinausgewachsen zu sein.

Zumindest solange kein Eis einen Strich durch die Rechnung macht, kann Stand-Up-Paddling durchaus ein Ganzjahressport sein. Mahnend sei jedoch abschließend erwähnt, dass man den mit den winterlichen Luft- und Wassertemperaturen verbundenen zusätzlichen Risiken durch Erfahrung auf bzw. mit dem Board und entsprechende Funktionsbekleidung begegnen können sollte.

 

Frank Kallweit

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